Iran 4 September 2010
Am  4. September 2010 12.46 Uhr bin ich an der Grenze zu Iran angekommen.
1 Stunde später und mit viel, viel Lehrgeld konnte ich nach  Iran Einreisen. Die Schleuser oder wie die immer auch heissen haben mich super abgearbeitet..grummel.
Fact ist das man doch noch, das  Carnet de passages braucht und die ominöse Benzinkarte bekommt der Tourist nicht, ist nur für die Einheimische die das Benzin subventioniert bekommen.
Geldwechsel sollte man nur nur wenig, max 200 Doller. Die wollten einem weissmachen das man erst in Theran wieder Geld wechsel kann, aber in Tabriz gibt es ein Basar-Ecke die Wechseln das Geld mit einem viel besserem Kurs als an der Grenze.
Der Benzinpreis beträgt  54 Rappen pro Liter. Ja, da lacht mein Portemonnaie.
Am ersten Tag habe ich mich in Khoy in einem Hotel eingecheckt. Schon beim Abladen des Motorrades haben mich junge Iraner zu Wasserpfeife (klar ich und Wasserpfeife) und Tee eingeladen. Sie haben mich auch über alles ausgefragt, was Europa über Iran und dem Präsidenten halten.
In Tabriz habe ich dann Hanif getroffen, den ich über Couchsurfing kennengelernt habe. Ist dazu  noch ein Tourguide und macht auch Touren mit dem Mountainbike in der näheren Umgebung von Tabriz.
Mit Hanif habe ich auch Amin kennengelernt,  bei Ihm konnte ich übernachten mit eine weiterem Couchsurfer aus Taiwan (the crazy Fotograf from Taiwan).
5. September 2010

Heute war ein toller Tag mit den Leuten, wird sind zu einem altem Dorf gefahren konnten eine Teppichweberei anschauen  und wurde von Verwandten von Amin zum z’morge eingeladen.

Nach einer kleinen Wanderung in der Umgebung, sind wir wieder zurückgefahren.
Am Abend wurden wir noch zu weitere Verwandte eingeladen wegen dem  Ramadan (fast breaking heisst es).  Ich war auch artig und habe fast alles ausprobiert. Ohne das ich dazu noch Immodium nehmen musste. ;).
Vielen Dank lieber Onkel.

Nach einer kleineren Fahrt sind wir wieder nach Hause gefahren.  Wir wurden dazu einem Volkstümlichem Lieder besungen.
Und bei dem Temperaturen um ca. 30 Grad hatte ich mächtig Durst. Aber da bis den 11 September, Ramadan ist musste ich mich immer wieder verstecken wenn ich was Trinken wollte. Ich habe mal am Abend ein paar Nüsse gekauft und am Strassenrand gegessen und alle Leute haben mich schon ein bisschen komisch angeschaut, bis mich Hanif aufmerksam gemacht hat, das ich eigentlich wie ein Iraner aussehe. :((
cu
9.September 2010
In Hastahpar wollte ich ein Hotel suchen, in einem Getränke laden hat mich Abozar zu siche nach Hause eingeladen um zu übernachten.
Im gegenzug bin ich mit Ihn mit dem Motorrad um die Stadt gezogen, an diesem Abend war er der King natürlich. Ich war richtig stolz :-))
Abozar ( im Rotem Giled) und ein paar schaulustige
In den nächsten Tagen haben wir noch dazu den Basar besucht. Ein paar Postkarten verschickt.
8. September 2010
Leider musste ich einen Tag länger bei Amir bleiben da ich am Vortag Schafsfleisch gegessen habe und deswegen Fieber bekommen habe. War leider immer so, bei Schaf und Ziege.
Amir und Ich wurden am Abend von Nachbaren Eingeladen, Sie wollten mich auch noch kennenlernen. Dabei waren noch 3 weitere junge Iranerinnen. Sie Fragten mich über alles möglich Sachen über die Schweiz aus. Einige sachen konnte ich leider nicht beanworten. So wie es aussieht sind die junge Leute im Nordwesten sehr, sehr unglücklich mit der Situation, Mädchen mehr als Junge, weil sie mehr unter den Fitichen der Eltern sind. Erinnert mich irdenwie an meine Cousine in Italien, aber das war vor 15 Jahre oder mehr.
Am Abend ging es mir wieder besser und ich bereitete das Mopped für die morgige abreise vor. Nessrin eine Tante von Amir kam auch noch vorbei und wollte eine runde mit mir Fahren. Ja, Sie ist jung und sehr Attraktiv und Modern, Sie ist die erste Frau die ich ohne Kopftuch gesehen habe und dazu noch die Hand zum Gruss geben konnte. Irgendwie habe ich es schon ein bisschen vermisst.
Eigendlich wollte ich heute Morgen weiter fahren, aber es Regnete so Stark das ich einen weiteren Tag bei Ihm bleiben konnte.
Und da es Freitag war, gab es wieder mal Essen bei Verwante und bei den Eltern seiner Ehefrau. Wir hatten einen Lustigen abend.
Familie 1
Familie 2
Eigentlich wollte ich nach Mashhad, habe mich anders entschieden.
Von Hashtpar bin ich nach Now Shahr gefahren und von dort aus Richtung Tehran. Diese Strecke war ca. 170 km lang und ging bis 2500m ü.M., war echt mal wieder eine tolle Strecke,  man konnte leider nur 40-50km schnell fahren, da überall die Polizei lauerte. Auf der  Gegenseite gab es leider ein Auffahrunfall ich sag jetzt nicht wieso. Aber wenn so ein Monstermopped um die Ecke kommt schaue die nicht auf die Strasse. Sorry.
11 September
In Saveh wollte ich mir ein Hotel suchen aber leider fand ich kein Gebäude das in „normaler“ Schrift angeschrieben ist. Hanif sage das ein neues Gesetzt gebe, das neue Tafel nur noch in Arabischer Schrift aufgehängten werden dürfen. Je weiter ich in den Süden komme, umso weniger sehe ich auf beide Schriftarten angeschriebene Tafeln. So hatte ich mein kleine mühe was zu finden. Aber ein lieber Taxifahrer begleitet mich zu einem Hotel.
Weiter ging es nach Esfahan, tja also ich hatte meine Mühe mit dieser Stadt. Auf der suche nach einem Hotel gabelte mich ein lieber Moppedfahrer auf und begleitete mich zu einige Hotels, da in Iran noch Ferienzeit ist, waren natürlich fast alle Hotels in Zentrum von Esfahan voll. Wir fanden auch ein Hotel  und ich stieg auch dort ab, aber das Hotel Saadi kann ich sicherlich nicht weiter empfehlen. Sehr unfreundlich und der Tourist kommt als zweiter Stelle dran. Das war einer der Schlimmsten Hotel in dem ich war.
Weiter ging es nach Yazd und Bam.
16 September 2010
In Masuleh habe ich einen zuwischen Stopp gemacht. Es soll eine schöne Stadt am Berghang sein.  Na ja, ok toll.
Mein erster Nagel, hatte aber Schwein.
Hier in Bam habe ich mir einen zusätzlichen Ruhetag eingeplant. Tja es war natürlich mal wieder Freitag. Im Guest House Akbar bin ich abgestiegen. Akbar ist ein sehr interessanter Mensch, belesen, Philosoph, kann auch von der Hand lesen, Ich werde in den nächsten 6-8 Monate meine Traumfrau treffen!! In 6 Monate bin ich in Japan, wird es eine Japanerin sein?? Ich hoffe dass sich Akbar sich verguckt hat.
Akbar war in den 2 Tagen sehr hilfsbereit, wenn ich was brauchte, fuhr er mich zum Laden. Das Guest House war auch sein Leben, das sagte er nicht nur einmal. Bei meiner Abreise hat er alles schon Organisiert. Eskorte..oh man.
Danke Akbar.
Akbar und Ich
Bam früher
Bam heute
18. September 2010

86km in 5 Stunden.

In Bam hat mich Akbar angeraten mit einer Eskorte zur Grenze zu gehen. Ich hätte es lieber sein gelassen. Diese 86km waren bis jetzt die Schlimmsten Kilometer die ich bis gefahren bin. Alle paar Kilometer wurde die Eskorte ausgewechselt einige Male musste ich bis 20min auf den Wagen warten. Bei einer Patrouille wurden  8-9 Jugendliche aufgegabelt, die Ladefläche des Pickup war voll, waren sicher von Afghanistan (denke ich). So ging es die ganze Zeit über. Einige Kilometer Fahren, warten, Fahren warten. Bis kurz vor der Grenze, ich denke es waren keine 5 km, da musste ich wieder warten und dann platze mir den Kragen, das ich schon wieder warten musste. Nach einem 2-3min. anschiess am Soldaten war ich ein bisschen heisser. Jeder der mich in Action gesehen hat, kann sich denken wie sich das anhörte.  Dieser Vollidiot wollte doch tatsächlich auf meine Vollbepacktem Motorrad drauf sitzen und das ich so zur Grenze Fahre. Idiot. Er hatte nicht mal eine Waffe dabei, super Eskorte. So wollte er mich mit Autostopp  zur Grenze begleiten, aber niemand hielt an. Bis mir wieder der Kragen Platzte und ich mitten auf der Fahrbahn die Strasse Blockierte und so ein Auto Stoppte. Leider fuhr das Auto nicht direkt zur Grenze, die letzen 300-400m suche er sicher wieder ein Auto. Aber zur Grenze fuhr niemand. Ein Busfahrer der von der Grenze her kam hielt auf meiner Höhe an und frage mich ob ich ein Problem hätte, ich sagte nur "der Soldat hat ein Problem". Der Busfahrer war so lieb und brachte den Idioten zur Grenze. Ich dankte dem Busfahrer vielmals und ich war vom Idioten befreit. Nein, es war nicht vorbei. Man sagte mir, ich soll mich beeilen da die Grenze bald schliesst und schon wieder fing ich an zu fluchen. Aber ich konnte alles zur rechten Zeit erledigen.
Auf der anderen Seite begrüsste mich die Grenzwächter und das erste was ich fragte war, ob ich wirklich in Pakistan bin. Sie bejahten es. Ich schrie: „ Thanks Good“ und alle lachten, Sie wussten wahrscheinlich schon wieso ich das sagte. Aber leider war das thanks good zu früh…

17 September 2010

Die Eskorte brachte mich bis Zahedan, dort habe ich in einem  4 Sterne Hotel eingecheckt. Je weiter ich in den Süden komme, werde ich immer mehr unfreundlicher behandelt. Am Abend ging ich in einer Pizzeria, aber als die Kassiererin mich sah, setzte Sie sich und schlürfte aus der Cola-Dose und Ignorierte mich. Tja, shit happens. Ich ging wieder ins Hotel zurück und ass dort im Restaurant zu überhöhten Preisen ein feines Essen.
Cu Franco