Kanada


In Vancouver wartet ich, bis der Agent mein Motorrad freigibt da es einige tage in Quarantäte bleiben musste, wenn ich das richtig verstanden habe. Sie reden so schnell hier, ich habe ein bisschen mühe die Leute zu verstehen.
Sie machte mich aber auch darauf aufmerksam dass ich mein Motorrad nicht im Lagerhaus wieder zusammen bauen kann, ich muss die ganze Kiste mitnehmen.
Wegen der Haftung wenn mir was passieren würde, wollte Sie es nicht. Super.
Im Hotel gab es Shena eine liebe Dame an der Rezeption Sie suchte für mich einen Motorradhändler der mir Helfen kann, die ganz Kiste abzutransportieren. BMW hatte erst 2 Wochen später Zeit mir zu helfen und auch dort konnte ich das Motorrad nicht zusammenbauen wegen der Haftplicht.
Hatte auch an einige andere Orte einen Platz gesucht, leider war die Anwort immer das gleiche, Haftpflicht blah blah blah..mist….
Im Lagerhaus wartete ich auf John (der Motorradhändler)  und sprach ein bisschen mit dem Chef vom Lager und er fragte mich ob ich mein Motorrad vorort zusammenbauen will, was?? Ich sagte im, das man von mir verlangt das ich die ganze Kiste mitnehmen soll wegen der Haftpflicht. Er zuckte nur mit der Achsel und sagte er habe da keine probleme wenn ich es vor Ort zusammen baue. Super…

Leider zu spät, John ist wohl schon unterwegs.

Shena sagte mir das John mit einem grauen Lieferwagen kommen würde. Leider war es kein Lieferwagen sondern ein einfacher Pickup.
Auf der Ladefläche und im inneren des Wagens, sah es wie bei einem Messi aus. John hatte wohl auch ein kleines Alkohol problem, damit der den Wagen starten kann muss er in einem Gerät blasen und erst dann konnte er den wagen starten, wärend der Fahrt piepste das Gerät  und er  musste eine weitere Alkoholkontrolle machen.
Im Geschäft angekommen  sagte er mir, dass er keinen Gabelstapler hat um meine Kiste wieder runterzuholen vom Pickup. So musste ich mein Motorrad auf der Ladenfläche zusammenbauen und mit einer kleinen Rampe runterfahren. Klappe alles wunderbar. 160 Dollar musste ich dafür bezahlen und das war nicht so wunderbar.

V.l.n.r  Lagerchef, John , Hummeli
Glücklich war ich immer noch nicht da ich noch eine Versicherung für Kanada und  USA brauche. Ich klapperte ein paar Versicherungen ab aber leider geht es nicht, da ich nicht in Kanada Wohne, kann ich keine Verischerung  abschliessen. Nachdem ich ein bisschen im Internet gesucht habe, habe ich einen in den USA gefunden der für Touristen Verischerung (motocycleexpress.com) abschliest.  Na wenigsten klappt das.
Und jetzt??
Glücklich war ich immer noch nicht da ich noch eine Versicherung für Kanada und  USA brauche. Ich klapperte ein paar Versicherungen ab, aber leider geht es nicht, da ich nicht in Kanada Wohne kann ich keine Verischerung  abschliessen.
Nachdem ich ein bisschen im Internet gesucht habe, habe ich einen Versicherung in den USA gefunden der für Touristen eine Versicherung (Motocycleexpress.com) abschliesst.  Na wenigsten klappt das.

Endlich konnte ich Kanada unter die Räder nehmen aber leider hatte ich gar keinen Plan wohin ich soll. Richtung Alaska , aber welche Route??
So bin ich mal nach Norden gefahren und habe auf einem Campingplatz 2 weitere Kanadische Motorradfahrer getroffen und die haben mir ein paar tipps gegeben was ich ansehen kann.

So bin ich mal Richtung Banff gefahren, dort hat es ein Nationalpark und sollten sehr viele Tiere zu beobachten sein.  Doch leider Regnete es und beim Gletscher war es so kalt (4.5Grad) das ich gar keine Lust hatte anzuhalten und ich sah auch keine Tiere und bin deswegen ein bisschen enttäuscht nach Jasper gelangt.

In Jasper habe ich per Zufall einen weiteren Zürcher getroffen Christof.
2 Zürcher in Jasper
Er war in Alaska und in Prodhou Bay. Er gab mir ein paar Tipps und Informationen wie die Strasse bis dorthin aussieht. War gar nicht begeistert was er mir da erzählt hat.
Na egal ich werde es ja sehen.
Weiter ging es nach Stewart/Hyder. Dort gibt es einen weiteren Gletscher der Sehenswert ist.

Leider Regnet es momentan sehr viel in Kanada BC und ich hatte gar keine Lust im Zelt zu schlafen. So habe ich in Stewart(Kanada) ein Hotel gesucht aber die waren alle über  125$ teuer und so viel bezahle ich nicht. Ich wusste das in Hyder auch ein Motel gibt und bin dorthin gefahren, sind nur 3-4km ist aber auf der Amerikanischen Seite und gehört zu Alaska.
Das war so ein Dörfchen mit ein paar Häuser mehr nicht und dort verlangten Sie nur 60$.

Zur gleichen Zeit ist noch ein anderer BMW Fahrer angekommen, John aus San Diego. Wir haben den ganzen abend ein bisschen geplaudert über unsere Route die wir fahren werden. Ich fahre nach Prodhoe Bay und er nach Inuvik.
Beim plauderten kam noch eine Reisegruppe ins Restaurant rein, sind alle Schweizer, die haben mein Motorrad gesehen und wollten mich begrüssen, doch Sie sprachen John an, er sah wohl eher wie ein urchiger schweizer aus als ich. Jaja, ich weiss ich sehe ja wie ein Iraner aus, hehe..

John hatte leider einen schlechten Start, an seinem Motorrad ging 2 mal ein dicht ring an Hinterrad kaputt, in der Werkstatt hat man es wohl falsch wieder zusammengesetzt. Darum ging es ein zweites mal kaputt. Also auch in den USA gibt es schlechte Mechaniker…
Zuletzt hat mich noch John zu sich eingeladen falls ich durch San Diego fahren werde.
Thanks John…
Am frühen Morgen bin ich zum Stewartgletscher gefahren  das war eine 35km Naturstrasse bis dorthin und es Regnete auch noch leicht dazu. Ich hatte mal wieder schiess das ich auf die Schnauze fliege und mein Fuss wieder zerkwetsche.  So fuhr ich im Schritttempo die Strecke rauf. Auf dem Weg habe ich wieder ein Schweizer Pärchen getroffen, ich bin seit ca. 9-10 Monate unterwegs und habe nie so viele Schweizer getroffen. Aber besseres Wetter haben die hier auch nicht. Ich habe mit ein paar einheimische geredet und die Sagten mir, das noch vor 3 Wochen Schnee gab und so viel wie dieses Jahr hat es schon lange nicht mehr geregnet. Och ich liebe doch so sehr Regen…würg…

Ein Wolf Education Center habe ich auf dem Weg noch besuchen. Die Wölfe dort leben nicht hinter Gitter, versicherten Sie uns den nach hinten war alles offen und sie könnten jederzeit weglaufen, doch die Leiter des Center waren die Alphas der Wölfe und darum kommen sie immer wieder zurück.

Landschaftlich sah es in British Columbia fast wie bei uns aus,  aber eben fast.  Weiter ging es Richtung Whitehorse und dann zur Grenze zu Alaska und von dort nach Valdez.
In Valdez war mal wieder Zeit ein bisschen auf Touristen zu machen und habe eine Schiffstour gemacht, Whale watching und den Columbia Gletscher bestaunt. Der Tour war sehr informativ und der Käpten erzählte sehr viele Sachen nicht zu wenig und nicht zu viel. Er zeigte uns auch wo vor ca. 10 Jahre der Tanker verunglückte,  es sollte heute noch ein paar Ölreste an der Küste geben.
Es war schon der 3 Juli und ich wollte sehen wie die Amerikaner den 4 Juli feiern.
Von Valdez ging es nach Anchorage dort muss ich neue Reifen für meine Tour nach Prodhoe Bay haben und dazu noch ein Ölwechsel, war mal wieder nötig.

Von Anchorage ging es nach Fairbanks, das ist auch eine tolle Strecke zum Fahren. Eigentlich ist die ganze Strecke von Valdez bis Anchorage und nach Fairbanks sehr abwechslungsreich.

In Fairbanks selber habe ich mich in der University of Fairbanks eingecheckt. Dort halten sehr viele Motorradfahrer an, die auf dem Weg sind nach Prohoe Bay.

Die Motorräder die von Prohoe Bay gekommen sind, sehen nicht gerade gut aus. Auch was die Leute erzählen wird es wohl nicht so einfach werden.
Ich habe mich trotzdem auf dem Weg gemacht, mulmig ist es mir trotzdem.
Die Strecke nach Deadhorse sollte in 2 Tage machbar sein.

Bis zu Coldfoot (ca. 400km) war die Strecke gut , der Rest der Strecke ging auch noch, nur ein kleiner Teil ist Asphaltiert der grösste Teil ist Naturstrasse mit Schotter. Da es sehr staubig ist wird die Strasse mit Wasser nassgehalten, leider wird nicht wenig Wasser benutzt sondern es wird richtig „Unterwasser“ gesetzt.
In Coldfoot auf dem Campingplatz habe ich Don und John getroffen, Sie sind auch auf dem Weg nach Deadhorse.  Da ich langsamer fahre als Don und John haben wir uns den ganzen Weg  von Coldfoot bis nach Deadhorse gegenseitig überholt.
V.l.n.r.  Unbekannter, John und Don
Glücklich und ein bisschen enttäuscht habe ich Deadhorse erreicht. Deadhorse ist mehr eine Industrie Dorf mit ein paar sehr teuren Hotels. Die Arbeiter verdienen in 4 Monate satte 100‘000$ wurde mir gesagt und deswegen sind  die Hotels wohl so teuer. Und es gibt ein absolutes Alkohol Verbot für die Arbeiter. Wer mit Alkohol erwischt wird, wird sofort gefeuert und ausgeflogen.
Am nächsten Tag regnete es mal wieder und normaler weise weigere ich mich bei solche Strassen und Regen weiterzufahren, aber ich wollte unbedingt weg.

Für mich fängt jetzt meine letzte Etappe an. Es sollte nur noch nach Süden gehen.
Leider ist mein erster Schritt schief gegangen.
Ausgerutscht...grummel, grummel...
Da ich nicht wusste was ich unter meine Räder habe, Schlamm oder Betonierter Boden. Fuhr ich sehr langsam. Ich denke meine maximal Geschwindigkeit war 40km/h, andere Motorradfahrer fuhren mit 80-90 km/h bei mir vorbei, einer fuhr neben mir und fragte ob alles ok ist. Jaja sagte ich, habe nur schiess schneller zu fahren rief ich ihm zu, er nickte und er brauste mit einem Affenzahn einen Hügel hinauf. Als ich die spitze des Hügels erreichte, das waren nur 1 ½ bis 2 Minuten später, habe ich den Motorradfahrer nicht mehr auf der Strasse gesehen, ups habe ich mir gesagt der ist sicher irgendwo rausgeflogen so schnell wie er gefahren ist. Ich suchte ihn vergebens. Die Strasse verlief hinter einem Hügel und der war einige Kilometer weiter weg und siehe da, da sah ich ihn, einen kleinen Punkt der mit hoher Geschwindigkeit fährt. Ich weiss nicht wie die Leute so schnell fahren können bei einem solchen Untergrund. Ich habe wohl zu viel schiess umzufallen und mich wieder zu verletzen.

In Coldfoot war es wieder besser mit dem Wetter und auch die Strasse war wieder Asphaltiert und ich dankte dem grossen „Manitu“ dafür .
Tankstelle in Coldfoot
Abzocker..
Endlich Asphalt.....
In Fairbanks habe ich mich wieder in der Universität eingecheckt und blieb für ein paar Tage. Musste auch mein Motorradr vom dem Flüssigbeton befreien. Das zeug greift das Metal sehr stark an.
Fazit Fairbanks – Deadhorse:
Landschaftlich war es sehr interessant,  ich habe mir diesen Teil von Alaska eher flach vorgestellt aber das war nicht so.
Die Strasse war eigentlich für mich machbar, wenn ich da nur langsam fahre. Aber es gab da immer wieder abschnitte mit sehr viel Schotter. Das Hinterrad schwamm da ab und zu auf dem Schotter.

Wenn ein Lastwagen kommt, da sollte man möglichst rechts fahren, Sie fahren auch langsam vorbei ober überholten mich im weitem Bogen, aber es gab da immer wieder ein paar Fahrer die wohl unter Zeitdruck unterwegs sind.

Man fuhr auch die ganze Zeit der Pipeline entlang. Die geht von Prodhoe Bay bis nach Valdez. So wusste ich aber immer das ich auf dem richtigem Weg bin.
Braucht jemand frisch gezapftes Öl ??
Nach einem kurzen Abstecher zum Nordpol,  wollte den Samichlaus besuchen, war aber leider nicht da. Denn auch ich habe ein paar wünsche…  ging es weiter nach Chicken jaja Hühnchen…

Viele Leute schwärmen von diesem Dorf. Leider war Chicken weniger als ein Dorf nur ein paar Häuser. Ich finden solche Dörfer doof. Aber mit den paar lustigen Sprüchen war die Fahrt hierhin doch nicht vergebens.
Chicken ist auch das letzte „Dorf“ das ich besucht habe. Jetzt geht es wieder nach Kanada, Yukon zurück.

Cu Franco

Leider komme ich mit meinem Blog nicht mehr nach, darum werde ich was ich bis jetzt erlebt habe in Bilder mit einem kleine Text beschreiben.
Gratisfähre über den Yukon nach Dawson City
Wieder in Kanada
Und mal wieder die Zeit umstellen, ich finde die Russen haben es richtig gemacht, das im ganzem Land die gleiche Uhrzeit herscht.
Das ende oder der anfang des Alaska Highway
In Edmonton musste ich einen halt machen, meine hintere Bremsbacken waren am ende. Im West Edmonton Mall gab es mal wieder was zu Shoppen.
Kleiner abstecher nach Vulcan gemacht.
In Drumheller habe ich einer der grossen Dinosauriermuseum besucht.
Grosser besteigbarer Tyrannosaurus Rex.
Über diesen Felsvorsprung hat man die Büffel runtergejagt.
So das wars mit Kanada. Und weiter gehts mit USA.

Cu Franco