Nepal
Dezember 2010

Endlich bin ich in Nepal angekommen und das erste was mir aufgefallen ist, es hat hier im Osten nicht so viel Verkehr hat. Aber, leider sind die Busfahrer hier genauso Ärsche wie in Indien. Ich denke je weiter ich in den Westen komme, desto schlimmer wird der Verkehr auch.
Auch aufgefallen ist mir, das die Frauen mich ganz verwundert anschauen. In Indien war das nicht so, die Frauen ignorierten mich ganz. Hier sehen die Frauen auch viel besser aus und lachen mich auch an. Ich bin aber nicht deswegen in Nepal.
Mal schauen wo die Bergen sind…

Cu Franco
Dezember 2010

Von Mahandrangar bin ich mal Richtung Norden gefahren in einem Seitental und es war wunderbar mal wieder Nadelbäume/harz zu riechen, nach dem ganzem „Pipiland“ vorher ist das ein wohltat. Die Strasse war auch Kurvig aber eben, auch hier kann man nicht so schnell fahren. Wegen den Strassenlöcher, Bus und Trucker Fahrer die einem kein Platz lassen.
Wenn ich auf einer Strasse bin, das nicht so gut ausgebaut ist oder nicht so breit, bin ich meistens hinter oder vor einem Bus/Truck gefahren so mussten die Gegenseite ja zwangläufig Platz machen und ich hatte da nicht mehr so viel Mühe zum fahren. Nur sollte man schauen wenn man hinter einem Bus fährt und es sehr kurvig ist und im hintersten Fenster Leuten den Kopf rausstrecken und verdrehte Augen machen sollte man viel mehr Abstand halten. Sonst kann es sein das eine „Sause“ entgegen kommt. Nein, ich habe es früh genug gemerkt. Ich habe nichts abbekommen, lach….

In Dadeldhura angekommen habe ich mich in einem neu eröffneten Hotel eingecheckt. Als erster Ausländer frage mich der Manager was man alles ändern oder verbessern kann. Ausser das die Toiletten nicht so gut war, war ich sehr glücklich und zufrieden im diesem Hotel. Die Putz-Frauen -Männer verbringen nicht so viel Zeit, die Toiletten sauber zu machen.
Am Abend humpelte ich ein bisschen durch das Dorf und einige Leute sagten zu mir das ich einen tolles Mopped habe, na klar war auch der einzige Ausländer in Dorf und ich musste auch durch das ganze Dorf Fahren damit ich zum Hotel kam.
Cu Franco

Mahandrangar fast ohne Verkehr
Der Highway richtung KTM
Neu eröffnetes Hotel Dadeldhura


Dezember 2010

Ich fuhr weiter nach Surkhet aber leider was  das Tal nichts Besonderes. Ich verbrachte dort 2 Tage, da ich 2 Nägel im Reifen entdeckte!! Toll, nach 20000km die ersten Nägel. Ich sucht eine Pneu-flick-Werkstatt am Strassenrand, doch leider konnten Sie mir nicht helfen, in Surkhet konnte keiner mein Reifen reparieren. Am nächten morgen kontrolliert ich wieder den Luftdruck doch es verlor keine Luft. Na zum Glück. Also ich hatte schon Flickzeug am Bord, ich traute mich nur nicht. Aber das kommt bestimmt noch.
Es ist schon der 22 Dezember und ich wollte nicht Weihnachten auf der Strasse verbringen. So habe ich mich auf dem Weg nach Pohkara gemacht.

In Pokhara angekommen habe ich mich zuerst eine Pneu-flick-Werkstatt gesucht und habe auch einen gefunden der mein Reifen ohne auszubauen Reparieren konnte.  Ich hatte da schon ein bisschen bammel ob das auch gut geht. Aber so wie es aussieht hält das Zeug auch.
In der Zwischenzeit habe ich eine Mail von den 2 Franzosen bekommen die ich in Indien getroffen habe (Ophélie und Anthony) das sie am Fewa Lake die „Zelte“ aufgeschlagen haben. Dort habe ich noch eine 2‘te Französische Familien getroffen, die mit einem selbst umgebauten Lastwagen eine Weltreise machen, 2 Erwachsene und 4 Kinder, Sie sind schon seit 4 Jahre unterwegs.
Sie haben mich zum Weihnachtsessen auf einem Overlander-Campingplatz eingeladen.

Der Campingplatz wurde von einem Schweizer betrieben der aus Bülach kommt.  Was für ein Zufall, ich wohnte im Nachbarsdorf. Auf dem Campingplatz waren noch Australier, Franzosen, Osterreicher und Deutsche.
Wir hatten alle einen lustigen Abend. Mit feinem Poulet, zähem Steak, Kuchen etc. etc.

In Pokhara habe ich die Gegend erkundet.
Von der Friedens-Stupa aus bin ich den Berg hinuntergelaufen und habe gemerkt das mit Trekking nichts ist für mich. Mein Hummpelfuss tat noch weh und am nächsten Tag waren meine Kniehe auch am Arsch. I’m to old for this ….
Friedens Stupa
Pokhara gab es noch ein Kloster Tibet-Refugium
Ophélie und Anthony haben noch in einer Schule einen kleinen Kurs gegeben.
                                                           
Pinhole Workshop. Es war interessant was man mit einfachen mittel sowas erstellen kann.
Ophélie und Anthony haben natürlich Fotopapier und Chemikalien mitgenommen.

Und die Ausstellung habe ich auch noch besucht. Es gab für die Klasse auch ein „Diplom“.
Leider gab es keinen happen zu essen dort..snif...

Die Kinder haben uns Besucher erklärt, wie sie die Bilder erstellt haben.
Auf Englisch natürlich, war sehr beeindruckt. Habe nicht so viele Kinder getroffen die so gut englisch Sprechen können.
Mit den 2 Österreicher, Rudi und Kersti 2 KTM-Mopped Fahrer und den 2 Deutschen Janusch und Ursel mit einem VW-T3 (glaube ich) habe ich noch Silvester gefeiert. In einem Steakhouse sind wir essen gegangen. Tja, also ich halte immer noch nichts von Steak, habe lieber Hühnchen zum essen als so ein Steak. So sehe ich schon jetzt was mich in Argentinien erwartet.
Am 2 Januar wollte ich eigentlich abfahren doch „leider“ bin ich bei den Deutschen und Österreicher steckengeblieben. Es gab ja schliesslich feines Nutella Brot und da kann ich doch nicht nein sagen. Rühreier-Spezial von Janusch. Frische Brötchen von Kerstin und Rudi. Warme Ovi von Mama-Ursel.
So habe ich beschlossen einen weiteren Tag dort zu bleiben. Als Dankeschön habe ich am Abend Spagetti Bolognese gekocht, mit frischen Tomaten natürlich. Ursel hat mir geholfen, leider hat Sie ein bisschen zuviel Zwiebel geschnitten und das merke ich dann in der Nacht. Na zum Glück war ich alleine im Zimmer. Am Esstisch bekam der Manager ein Telefonanruf das am nächsten Tag gestreikt wird. Es sollten auch Strassensperren geben. Tja, so blieb ich einen weiteren Tag in Pohkara.

Cu Franco

Januar 2011

Kathmandu,  ist mir zu Chaotisch. Doch im Guest House habe ich wieder Janus und Ursel getroffen und das machte diese Stadt ein bisschen freundlicher.

Am nächsten Tag habe ich mich auf dem Weg zum Cargo Unternehmen Eagle Eyes gemacht. Nach einem langen Gespräch und einem Kaffe (würg) habe ich mich für den 24 Januar entschieden. Samstag und Sonntag arbeitet wohl niemand im Zoll von Thailand. Wenn ich mein Mopped länger als 2 Tage stehen lasse muss mich ich noch den Standplatz bezahlen. Somit musst ich mein Visum um 17 Tage verlängern, das machte 34$ (die man in Rupie bezahlen muss) plus 500 Rupie Bestechungsgeld damit ich mein Visum im 10 min statt in 5 Stunden bekomme. Aber das war auch ein komischer Beamter. Da im Büro schon ein paar Leute auf ihrem Visum warteten war es ein bisschen Laut und ich bin schon ein Alter „Sa..“ und höre nicht mehr so gut. Als der Beamte mir das mit dem Bestechungsgeld zum ersten mal sagte verstand ich nur : Blah blah bli blu blah. Ok, nichts verstanden, so bin ich ein bisschen näher gegangen und bat ihn es zu wiederholen. Blah bli 500 Rupie blah pups la… . Tja ich versuchte mit diesen Satz etwas anzufangen doch ich wollte nicht einfach ja, ok sagen und bat in es zu wiederholen und ich war jetzt nur eine Handbreite von ihm entfernt , ich lag schon zur Hälfte mit meinem Körper auf dem Tressen und ja ich bin auch ein bisschen klein und wieder verstand ich: Bli 500 Rupie bla 10min blah bli.
Er hat sich nicht mal die Mühe gemacht ein bisschen lauter zu Reden oder aufzustehen damit ich nicht auf dem Tresse liege. Bei mir ist auch der Groschen gefallen und habe ihn wiederholt.
Wenn ich 500 Rupie Bestechungsgeld bezahle bekomme ich das blöde Visa in 10min anstatt in 5 Stunden und du hast mich mal wieder verarscht..
Ok, war mir auch recht, ich wollte nur raus hier und tatsächlich hatte ich mein Pass in 10 min mit der blöden Visaverlägerung in der Hand.
Aber das Nepal einer der Ärmsten Länder ist, glaube ich nicht mehr so richtig. Es gibt schon ein paar schlaue Nepalesen hier und haben eine interessante Lebensgeschichte. Es sind auch liebe Leute aber es gibt auch viele Schlitzohren.
Somit bleibe ich fast einen Monat länger in Nepal als ich gedacht habe. Obwohl ich langsam wieder Lust habe auf ein bisschen mehr Wärme. Diesen Winter sind schon 7 Leute an Unterkühlung gestorben und die Leute auf der Strasse nehmen alles was sich verbrennen lässt auch Plastik. Es ist am Morgen schon echt kalt hier. Aber schliesslich habe ich ja Thermo-Unterwäsche, Thermo-Socken, Thermo-Bekleidung, dicke Schuhe, am Mopped habe ich ja noch Heizgriffe und die Nepalesen laufen hier mit Flipflops und kurzen Hosen bei 7.5 Grad herum oder Waschen sich bei 10 Grad draussen am Brunnen.  Wenn in einem Guest House kein heisses Wasser gibt mache ich nur eine kleine Katzenwäsche, weil mir das Wasser doch noch zu kalt ist und nicht noch mehr frieren will. Jaja, bin schon ein bisschen verwöhnt. Wie Chuck Norris so schön sagt; „Männer essen kein Honig, Sie kauen Bienen“. Bis es soweit ist geht es noch ne´weile.
2  Tage später bekam ich ein Telefonanruf ins Hotel jemand will mich Sprechen, Mist dachte ich was ist jetzt los. Es war das Cargo Unternehmer, ein Engländer (Andy) der in Nepal Arbeitete will auch weiter nach Thailand und ist mit seiner BMW GS650 unterwegs. Wenn wir die Moppeds zusammen verschicken, kommt es für uns billiger, der Kilopreis ist niedriger und die zusatzkosten können auch geteilt werden. Und er hat Freunde in Thailand, die am 6 Februar bei Touratech eine Vortrag machen und da muss ich doch dabei sein. Schliesslich habe ich auch ein Teil von denen dran.

Mit den Östereicher sind wir die grösste Stupa (Bodanath) der Welt anschauen gegangen.  Rober und Peter freunde von Rudi und Kerstin sind auch nach Nepal gereist, aber ohne Moppeds. Zusammen gingen wir noch ne scharfe Thupka essen (gell Rudi, not spicey)...
Am nächsten Tag wollte ich ja eigentlich weiter, aber Kerstin „zwang“ mich einen weiteren Tag bei Ihnen zu bleiben. So besuchten wir den Affentempel und noch irgend einen Buddapark.

Am nächsten morgen machte ich mich auf dem Weg nach Dhunche, der Weg war schon interessant aber auf den letzen 15km, war die Strasse-Weg in einem schlecht zustand. Mehrere Teile waren verschlammt oder vereist. Zurück konnte/wollte ich nicht mehr so habe ich mich zusammengerafft und bin so vorsichtig wie möglich weitergefahren (habe noch meine umfaller in Indien im hinterkopf). Auch dieses mal habe ich es irgendwie geschafft. Aber zurück wollte ich nicht fahren. So habe ich den Hotelmanager um Hilfe gebeten und er organisiert einen kleinen Truck das mich ein Stückt zurückfährt. Super, habe ich mir gesagt, klappt ja wunderbar. Um 6.30 Uhr muss ich bereit sein. Im Hotel habe ich die Ex-Präsidentensuit bekommen. Irgendwo gibt es ein Jimmy Carter Center hier oben und er ist im gleichem Hotel abgestiegen und ich habe „sein“ Zimmer bekommen. Der Manager war richtig Stolz darauf diese Geschichte zu erzählen.
6.00 Uhr Tagwache, Katzenwäsche war arschkalt im Zimmer. 6.30 Uhr stand ich vor der Türe. Tja, der Fahrer schläft noch. So um 7.30 kam der Fahrer raus und versuchte den Truck zu starten, nach einer halben Stunde gab er auf da die Batterie am Ende war. Dann versuchten Sie den Truck anzuschieben. Klappte auch nicht. So um 12 Uhr sah ich ihn mit einem Mechaniker mit einem Anlasser vorbeilaufen. Es kann noch ein paar Stunden dauern bis es weiter geht, aber ich wollte nicht länger warten. So habe ich einen anderer Fahrer gefragt ob er mir helfen kann. Er hatte nur einen kleinen Pickup, aber mein Mopped hatte wunderbar Platz darauf. Einige Leute halfen mir dabei das Mopped zu verladen und es wurde sehr gut festgezurrt. So machten wir und auf dem Weg. Der Weg war nur minim besser als am Vortag, war aber sehr froh, dass ich es so lösen konnte. Auf der anderen Seite halfen uns ein paar Strassenarbeiter mein Mopped wieder runterzuladen.

Da es schon eindunkelte suchte ich mir ein Hotel und im selben Hotel sind auch Peter und Robert zufälligerweise auch abgestiegen.
So machten wir uns auf dem Weg nach Nagarkot. Dort angekommen mussten Peter und Robert weiter,  ich blieb oben wollte sehen ob ich am morgen den Everest doch noch sehe. War leider nichts. War mal wieder Neblig am diesem Tag.
So fuhr ich weiter nach Bhaktapur.  Da ich wusste das man Eintritt bezahlen muss (neu 15$), habe ich einen anderen Weg genommen um in die Altstadt zu gelangen. Im Hotel haben Sie mich ein bisschen verwundert angeschaut, als ich denen sagte das ich kein Ticket habe, Sie haben mir angeraten die Altstadt nicht zu verlassen, bis zur abreise. Um die Altstadt gibt es ein paar Ticketschalter und die musste ich immer wieder umgehen. So konnte ich mal auch die dunklen Gassen von Bhaktapur anschauen.
In Kathmandu (KTM) angekommen, ging es zuerst mal zum Mopped waschen. Da in KTM nicht überall das  Motorrad oder Wagen gewaschen werden kann, hat mich ein Mopped-Händler zu einem gebracht. 100 Rupie hat mich das gekostet.
Im AirCargo Complex habe ich mein Mopped auseinander genommen. Andy war auch dort und hat sein Mopped klitzeklein gemacht. 1150$ für‘s Mopped + 328$ Flug hat mich das gekostet.

In Süden von KTM in Patan bin ich bis zur Abreise geblieben. Ist wirklich nichts Interessantes hier. Für einen Tagesausflug ist es genug und in Thamel hat es bessere Restaurant als hier unten. Noch ein  paar Stunden und dann bin ich weg. Endlich…
So das wars mit Nepal... Weitere Fotos findest du in der Gallery. Sobald es Online ist.

Cu Franco